Kinderhilfe Tschernobyl Asbach und Umgebung e.V.

 

 


 

Pressemitteilung                                                                    Asbach, den 31.10.2011

Am 14.10.2011 hatte der Verein " Kinderhilfe Tschernobyl Asbach und Umgebung e.V." zur

diesjährigen Jahreshauptversammlung in Asbach eingeladen. Die Haupttagesordnungspunkte

waren die Wahl eines neuen Vorstandes und der Rückblick auf den erfolgreichen

Kinderaufenthalt im Sommer 2011.

 

Da sich die Vorstandsmitglieder Ewald Dinkelbach (1.Vorsitzender) und

Lutz Kirchhoff (2. Vorsitzender) aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl gestellt

haben, mußte ein neuer Vorstand gewählt werden.

 

Folgende neue Vorstandsmitglieder wurden gewählt:

 

1. Vorsitzender:                Herr Peter Müller

2. Vorsitzende:                 Frau Delia Lange

 

Herr Josef Szerencsi wurde als Schatzmeister wiedergewählt.

 

Der neue Vorstand dankte den beiden ausscheidenden Vorstandsmitgliedern für ihre lange,

engagierte und erfolgreiche Arbeit im Verein.

 

Im Juli 2011 waren auf Einladung des Vereins wieder 26 Personen aus dem Gebiet um

Gomel/Belarus eingetroffen. Untergebracht waren die Kinder, Jugendlichen und Betreuer bei

Gastfamilien aus Asbach und den umliegenden Ortschaften. Wir verbrachten eine sehr schöne

Zeit miteinander und machten auch gemeinsame Ausflüge. Durch den dreiwöchigen Aufenthalt bei

uns, sollte das geschwächte Immunsystem der Kinder wieder gekräftigt sein.

 

Auch dieser Erholungsaufenthalt im Sommer war nur zu ermöglichen, durch die Unterstützung

von vielen Spendern, Helfern und Aktiven des Vereins, der ausschließlich durch Spendengelder

und Erlöse aus Verkäufen auf dem Weihnachtsmarkt und durch Veranstaltungen finanziert wird.

 

So werden wir uns auch in diesem Jahr am Weihnachtsmarkt in Asbach (26./27.11.2011) mit

einem Stand beteiligen und würden uns über einen regen Besucherstrom dort freuen. Durch die

Erlöse, die wir erzielen möchten, kann ein Teil der Kosten für die nächsten

Kinderaufenthalte gedeckt werden.

 

Denn auch im Sommer 2012 beabsichtigen wir wieder Kinder nach Asbach einzuladen und freuen

uns über jede neue und alte Gastfamilie. Dazu wird Anfang 2012 ein Gastelternabend stattfinden.

Ein Termin wird noch bekannt gegeben.

 

Allen Freunden und Helfern, die zum erfolgreichen Kinderaufenthalt im Sommer 2011, sei es

durch tatkräftige Arbeit oder Hilfe durch Geld- oder Sachspenden beigetragen haben,

danken wir herzlich.

 

Haben auch Sie Interesse an unserer Arbeit, möchten auch Sie helfen, dann wenden sie sich an uns.

Wir sind für jede Unterstützung dankbar. Ob als Gastfamilie oder durch die Unterstützung mit

Sachspenden, durch kreative Ideen oder durch finanzielle Hilfe.

 

Wir freuen uns auf ihren Anruf. Sie können uns aber auch über unsere Internetseite

"www.kinderhilfetschernobyl-asbach.de" erreichen, in dem sie  uns eine E-Mail über

info@kinderhilfetschernobyl-asbach.de senden.

Ansprechpartner:

Peter Müller                            02683/949137

Delia Lange                             02243/8413876

Josef Szerencsi                        02683/948720

Unsere Konten:                        Raiffeisenbank Asbach-Neustadt    Nr. 302 308 (BLZ 570 692 38)

                                              Kreissparkasse Neuwied                Nr. 113 161 392 (BLZ 574 501 20) 

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Kinderaufenthalt 2011

 

Nun ist es schon wieder einige Zeit her, dass unsere kleinen und größeren Gäste aus Weißrußland ihre Ferien in Deutschland beendet haben und  in ihre  Heimat zurück gekehrt sind. In diesem Jahr konnte die Kinderhilfe Tschernobyl Asbach und Umgebung e.V. 24 Besucher nach Asbach einladen. Froh ist der Verein über die Verstärkung  durch vier neue Gastfamilien.

Das kam besonders den 11 neuen Kindereinladungen in diesem Jahr zugute.

Gestärkt durch die gesunde westerwälder Luft, eine ausgewogene Ernährung, verbunden mit viel Spiel und Spass, sind die Kinder nach 3-wöchigem Aufenthalt wohlbehalten wieder in ihrer Heimat angekommen.  

Es war wieder einmal eine sehr schöne Zeit mit unseren Gästen.

Halbwegs gutes Wetter und ein auf die Kinder abgestimmtes Freizeitprogramm dienten dazu, unseren Gästen einen schönen Aufenthalt zu bieten, an den sie sich sicherlich noch lange  erinnern werden. Beim Abschiedsfest in Buchholz-Mendt, an dem auch Vertreter der Gemeinden Buchholz, Windhagen und Asbach teilnahmen, bedankten sich die Kinder bei allen mit einem kleinen Chorkonzert.

Allen Mitgliedern, Freunden und Unterstützern der Kinderhilfe Tschernobyl sei hiermit nochmals recht herzlich gedankt.

 

Ohne Ihre Hilfe wäre dieser Besuch sicherlich nicht so erfolgreich gewesen. 

 

 

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Zum Jahreswechsel

Am 26.04.2011 wird der 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sein. Für einige ist diese Katastrophe sicherlich schon fast vergessen. Nicht so für die Menschen in den immer noch verstrahlten Gebieten von Weißrussland. Besonders die Kinder leiden noch immer an den Spätfolgen dieses Unglückes. Daher hat die Kinderhilfe Tschernobyl Asbach und Umgebung e.V. auch im Jahr 2010 wieder 30 Menschen aus der Gegend von Jelsk ins Asbacher Land eingeladen. Der Aufenthalt in einer unbelasteten Gegend mit gesunden Lebensmitteln stärkt das Immunsystem insbesondere der Kinder.

Diese Aufenthalte konnten wir aber nur durch die Mithilfe von zahlreichen Helfern ermöglichen.

All unseren Helfern, die uns bem Weihnachtsmarkt in Asbach, dem erfolgreichen Kinderaufenthalt im Sommer 2010 und bei unserer Tätigkeit, sei es durch tatkräftige Arbeit oder Hilfe durch Geld- oder Sachspenden, unterstützt haben sei herzlichst gedankt.

Durch den Erlös, den wir erzielen konnten, ist ein Teil der Kosten, die wir für den Kinderaufenthalt im Jahr 2011 benötigen, gedeckt.

In den ersten Wochen des Jahres, lassen wir oft die Erlebnisse, die uns das letzte Jahr gebracht hat, noch einmal durch den Kopf gehen. Was haben wir erlebt im vergangenen Jahr?

Was wird uns die Zukunft bringen? Was hält das Jahr 2011 für uns bereit?

An erster Stelle unserer Wünsche steht sicherlich die Gesundheit.

Deshalb wollen wir einer Gruppe von Kindern aus Weißrussland auch im Sommer 2011 einen Erholungsurlaub hier bei uns ermöglichen. Denn die Umwelt, in der sie leben, macht sie auch noch  25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe krank.

Diese jungen Menschen, die stark unter der permanenten Strahlung leiden, die durch den Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986 verursacht wurde, benötigen dringend unsere Hilfe.

Wollen auch sie uns unterstützen? Haben Sie Interesse an unserer Arbeit?

Würden sie gerne im Sommer Kinder aus Weißrussland zu Hause aufnehmen?

Wir laden sie herzlich zu einem Informationsabend am 03.Februar 2011 im Jägerhof, Asbach-Schöneberg, um 19.30 Uhr ein.

Oder rufen Sie uns an, wir unterhalten uns gerne mit Ihnen.

Ewald Dinkelbach, Asbach 02683/4599

Lutz Kirchhoff, St. Katharinen  02644/808173

Josef Szerencsi, Asbach 02683/948720

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Belarusreise Mai 2010

Im Mai 2010 haben acht Personen unseres Vereins, 5 Mitglieder und der Vorstand, eine Reise nach Weißrußland unternommen - 4 per Kleinbus, 4 per Eisenbahn.

Für beide Gruppen nach wie vor ein anstrengendes Unternehmen.

 

Beide Gruppen hatten eine zweitägige Anreise, mit einigen kleinen Hindernissen.

 

Vor Ort wurden alle, wie immer, sehr herzlich von ihren Gastfamilien empfangen.

Nachdem alle Anmeldeformalitäten erledigt waren, wurde  mit den Familien und den Lehrerinnen der Schulen ein grober Ablaufplan unseres 4-tägigen Aufenthaltes ausgearbeitet.

Es gab ein gemeinsames Essen aller Gastfamilien mit den Gästen in einem Restaurant in Jelsk.

Ein sehr schöner Abend, der vor allem der Völkerverständigung diente.

Den Besuch mit Führung einer Kirche in Mosyr, weiters der Besuch von 2 Museen mit einer anschliessenden Schiffsrundfahrt auf dem Pripjet.

Glaube und Tradition bestimmen sehr stark das Leben der Menschen in dieser Region.

Der Einkaufstag mit den Lehrerinnen war wie immer sehr anstrengend, da man für manche Artikel mehrere Geschäfte anfahren mußte - lange Wartezeiten mußten auch in Kauf genommen werden.

Trotzdem konnten fast alle Wünsche der Schulen erfüllt werden - also hat es sich wieder gelohnt.

Einen Tag verbrachten wir in Gomel, teils für die Rückreisereservierung bei der Bahn und einem sehr informativen Treffen mit einer Ärztin aus München in einer Schilddrüsenuntersuchungsklinik.

Es gab viele neue Erkenntnisse, die im Verein diskutiert werden müssen.

 

Schneller als gedacht war es wieder an der Zeit Abschied zu nehmen. Aber kein Abschied für lange, denn der diesjährige Besuch aus Weißrußland steht schon vor der Tür.

 

Unsere Gäste werden die Zeit vom 1.7. - 1.8.2010 im Asbacher Land verbringen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ewald Dinkelbach, Asbach        02683/4599

Lutz Kirchhoff, St. Katharinen  02644/808173

Josef Szerencsi, Asbach 02683/948720

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Gasteltern gesucht!

 

Im April 2010 nähert sich der 24. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.

Noch immer leiden insbesondere die Kinder in den verstrahlten Gebieten unter der fast vergessenen Katastrophe.

Auch in diesem Jahr wird die Kinderhilfe Tschernobyl Asbach und Umgebung e.V. wieder Kinder in unsere Region einladen. Durch den Aufenthalt in Deutschland wird das geschwächte Immunsystem der Kinder wieder gestärkt.

Wir suchen daher für den Sommer Gasteltern, die ein oder zwei Kinder aus Weißrussland in ihrer Familie aufnehmen.

Am 29. Januar 2010 um 19.30 Uhr findet zu diesem Zweck ein Informationsabend in der

Gaststätte "Bauernschänke" in Asbach, Marktstr.2 (am Marktplatz) statt.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und laden sie herzlich zum Informationsabend ein.

Ewald Dinkelbach, Asbach        02683/4599

Lutz Kirchhoff, St. Katharinen  02644/808173

Josef Szerencsi, Asbach 02683/948720

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Zum Jahreswechsel

Am 20.11.2009 hatte die Kinderhilfe Tschernobyl Asbach und Umgebung e.V. zur diesjährigen Jahreshauptversammlung in Asbach/Schöneberg eingeladen.

Die Haupttagesordnungspunkte waren die Wahl bzw. Wiederwahl des neuen Vorstandes und der Rückblick über den erfolgreichen Kinderaufenthalt im Sommer.

Als neue Vorstandmitglieder wurden gewählt bzw. wiedergewählt:

1. Vorsitzender:                    Herr Ewald Dinkelbach (wiedergewählt)

2. Vorsitzender:                    Herr Lutz Kirchhoff (wiedergewählt)

Kassierer:                             Herr Josef Szerencsi ( neu gewählt)

 

Herr Friedhelm Spitz (ehemaliger Kassierer) und Herr Andreas Buslei (Öffentlichkeitsarbeit/Schriftführer)

haben sich aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl gestellt.

Wir danken beiden Herren für ihre engagierte Mitarbeit im Vorstand.

Im Juli 2009 waren in Asbach 33 Personen aus der Gegend um Gomel/Weißrussland eingetroffen. Untergebracht waren die Kinder, Jugendliche und Betreuer bei Gastfamilien. Wir verbrachten eine sehr schöne Zeit miteinander und machten auch einige gemeinsame Ausflüge. Durch den über vier Wochen langen Aufenthalt bei uns, wird das geschwächte Immunsystem der Kinder wieder gekräftigt.

Dieser Erholungsaufenthalt im Sommer ist nur durch die Unterstützung von vielen die helfen wollen zu ermöglichen,      denn wir finanzieren uns ausschließlich durch Spendengelder und Verkäufen auf verschiedenen Märkten.

Am Weihnachtsmarkt in Asbach und Eitorf haben wir uns wieder mit einem Stand beteiligt und haben uns über den regen Besucherstrom sehr gefreut.

Viele Menschen kamen zu uns, um bei uns die ersten Weihnachtsplätzchen zu probieren, oder Marmelade für das tägliche Frühstück einzukaufen. Auch mit weihnachtlichen Textilien und Basteleien konnten wir vielen Freude bereiten. Wir haben uns über die guten Gespräche, die wir führen konnten, sehr gefreut. All unseren Helfern sei herzlichst gedankt, die uns bei den Weihnachtsmärkten, dem erfolgreichen Kinderaufenthalt im Sommer 2009 und bei unserer Tätigkeit, sei es durch tatkräftige Arbeit oder Hilfe durch Geld- oder Sachspenden, unterstützt haben. Durch den Erlös den wir erzielen konnten ist ein Teil der Kosten, die wir für den Kinderaufenthalt jedes Jahr benötigen, gedeckt.

Auch im Sommer 2010 werden wir wieder Kinder nach Asbach einladen und freuen uns über jede neue Gastfamilie. Anfang 2010 wird daher ein Gastelternabend stattfinden. Ein Termin wird noch bekannt gegeben.

Haben auch Sie Interesse an unserer Arbeit, möchten auch Sie helfen, dann wenden sie sich an uns. Wir sind für jede Unterstützung dankbar. Ob als Gastfamilie oder durch die Unterstützung mit Sachspenden, durch kreative Ideen oder durch finanzielle Hilfe.

Wir freuen uns auf ihren Anruf.

Ansprechpartner:                                                                  Konto:

Ewald Dinkelbach          02683 - 4599                                     Raiffeisenbank Asbach-Neustadt

Josef Szerencsi             02683 - 948720                                  Nr. 302 308 (BLZ 570 692 38)

Lutz Kirchhoff                02644 - 808173                                  Kreissparkasse Neuwied

                                                                      Nr. 113 161 392 (BLZ 574 501 20)

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Ein kurzer Rückblick auf den Kinderaufenthalt vom 25.6. - 27.7.2009

Nach ca. 28-stündiger Fahrt kamen die Kinder mit ihren Betreuern ein bisschen müde, aber wohlbehalten, in Asbach an. Die Verteilung auf die Gastfamilien verlief schnell und reibungslos, da die Kinder von ihren Gastgebern schon sehnsüchtig erwartet wurden. Die folgenden 4 1/2 Wochen vergingen wie im Fluge, da über verschiedene Vereine und Institutionen ein interessantes und abwechslungsreiches Freizeitprogramm zusammengestellt werden konnte.

Wir denken, die Kinder werden sicherlich noch einige Zeit davon erzählen können.

Nur einige Beispiele: Begrüßungsfest am Hübbel in Hinterplag, Besuch der Römerwelt in Rheinbrohl, Geocaching Wanderung mit abschließendem Grillfest am Jägerhof in Schöneberg, Rundfahrt mit Auto's des Entenklubs, Besuch einer Straussenfarm in Remagen und das Abschiedsfest an der Grillhütte in Mendt.

Somit konnten wir den Kindern einen Aufenthalt bieten, der sicherlich einer guten Erholung und Kraftschöpfung dienlich war. Unser besonderer Dank gilt der großzügigen Unterstützung des Landes Rheinland Pfalz, den Gemeinden Asbach und Windhagen, sowie der Hilfe verschiedener Vereine und Privatpersonen. Diverse Presseberichte unterstreichen die erfolgreiche Durchführung dieser Aktion, der sicherlich noch viele folgen werden.

Dafür brauchen wir auch IHRE Hilfe.

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn wir IHR Interesse geweckt haben.

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Auch dieses Jahr haben wir wieder Gäste aus Weißrussland.

Am 25.6.2009 um 18.30Uhr war es wieder so weit. Alle Gasteltern hatten sich auf dem Parkplatz der Firma Birkenstock versammelt und freuten sich auf die Ankunft der Gastkinder, Jugendlichen und der Betreuer. Auch ein Vertreter der Ortsgemeinde war anwesend und überreichte als Willkommensgruß einen Strauß Blumen und wünschte allen einen angenehmen Aufenthalt.

Schnell ging es mit den Kindern nach Hause, wo es einiges zu erzählen gab.

Über Aktivitäten während der Aufenthaltes wird noch berichtet.

 

 

 

 

Wir brauchen Euch

                   Wir freuen uns sehr über "Gasteltern", die bereit sind, im Sommer 2009

                     ein oder zwei Kinder aus Weißrussland in Ihren Familien aufzunehmen.

Fahrtkosten und Versicherungsschutz werden vom Verein getragen.

Ein Informationsabend findet am Donnerstag, dem 12. März 2009, um 19.30 Uhr,

in der Bauernschänke, Marktplatz 2, in Asbach statt

Wir stehen ihnen bei offenen Fragen gerne zur Verfügung

Ewald Dinkelbach, Asbach                               Tel.: 02683 - 4599

Friedhelm Spitz, Asbach                                  Tel.: 02683 - 42818

Lutz Kirchhoff, St. Katharinen                          Tel.: 02644 - 808173

Andreas Buslei, Asbach                                   Tel.: 02683 - 946472

Josef Szerencsi, Asbach                                  Tel.: 02683 - 948720

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Liebe Freunde und Unterstützer der Kinderhilfe Tschernobyl Asbach und Umgebung e.V.

Zu unserer nächsten Zusammenkunft am

Donnerstag den 12. Februar 2009; 19.30Uhr

in der Gaststätte Bauernschänke; Marktplatz; Asbach,

lade ich Sie hiermit recht herzlich ein.

An diesem Abend werden wir über eventuelle Möglichkeiten eines Kinderaufenthaltes

im Jahr 2009 informieren können.

Ich bin der Überzeugung, dass wir sehr wichtige Informationen für alle Mitglieder

und Gastfamilien haben. Daher bitte ich um zahlreiche Teilnahme.

Mit freundlichen Grüßen                                                 Ewald Dinkelbach (1. Vorsitzender)

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Liebe Gasteltern, liebe Vereinsmitglieder,

 

"zwischen den Feiertagen" ist normalerweise unsere Zeit, Euch zu bitten, wieder

einmal über den Kinderaufenthalt des kommenden Jahres nachzudenken.

"Wir brauchen Euch", ist unsere Devise, doch wie es scheint, kommt es in diesem

Jahr etwas anders.

Auf Grund eines neuen Erlasses des Präsidenten von Weißrußland,

Alexander Lukaschenko, scheint es im kommenden Jahr nicht möglich zu sein, Kinder zu einem Erholungsaufenthalt im Sommer 2009 zu uns einzuladen.

Ein von ihm herausgebrachtes Gesetz, in dem die BRD die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Aufenthalt und auch den Rücktransport der Kinder übernehmen soll, ist wohl zur Zeit noch nicht unterschrieben, wird wohl auch nicht unterschrieben werden können.

Ohne eine solche Verpflichtung seitens der Bundesregierung, wird der Präsident von Weißrußland wohl einer weiteren Ausreise von Kindern nicht zustimmen.

Der Sprecherrat der Initiativen der Kinderhilfe Rheinland Pfalz war mehrfach in Minsk,

doch die Gespräche vor Ort haben noch nicht zu einem Ergebnis geführt.

Am 7. Februar werden wir an der Tagung der Initiativen teilnehmen, auf der es sicherlich mehr

Informationen gibt.

Zu dieser Tagung wird auch der Botschafter von Weißrußland erwartet.

Es tut uns sehr leid, momentan keine besseren Informationen geben zu können.

Sobald etwas Neues bekannt wird, werden wir Euch selbstverständlich wieder informieren.

 

Schöne Grüsse, verbunden mit den besten Wünschen für das Neue Jahr 2009,

 

der Vorstand

 

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Asbach, im Oktober 2008

 

Wie in jedem Jahr statteten Mitglieder der Kinderhilfe Tschernobyl auch in diesem Jahr den Schulen und Kindergärten in der Region Jelsk einen Besuch ab. Gleich am ersten Tag unseres Besuches durften wir an der Einschulung von Kindern in der Schule Pilstschik teilnehmen - ein schönes Fest.

Auch die nächsten Tage waren geprägt von Terminen mit Lehrern und Kindergartenleiterinnen,

mit denen wir die "Wunschliste" unseres alljährlichen Einkaufstages besprachen.

Wir können sagen, dass es wieder eine große Freude war zu sehen, dass unsere Arbeit hier

und die Unterstützung vor Ort sehr gut angenommen wird.

Die Gastfreundschaft der Menschen, mit denen wir mittlerweile schon fast familiären

Kontakt haben, war wieder einmal überwältigend - einfach bewundernswert.

Wehmütig hieß es nach einer Woche wieder Abschied zu nehmen,

aber im Sommer 2009 gibt es ein Wiedersehen hier in Asbach und Umgebung.

 

 

 

 

 

 

21. Juli 2008  --  Abfahrt unserer Gäste aus Weissrussland

 

 

19. Juni 2008  --  Ankunft unserer Gäste aus Weissrussland

 

 

 

 

 

Von Jutta Roth nach der Belarusreise im Oktober 2007

    Die Klingelbeutel-Kollekte im Monat August 2007 von 1.500 Euro wurde,

    wie in den beiden letzten Jahren, an die

 

Kinderhilfe Tschernobyl Asbach und Umgebung e.V.

 

    überwiesen .Mein herzlicher Dank gilt allen Spendern, die dazu beigetragen haben, dass     auch in diesem Jahr eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen aus dem südlichen Belarus     eingeladen werden konnte. Sie verbrachten einen Sommermonat im Asbacher Land. Dieser     Erholungsaufenthalt mit unverstrahlten Lebensmitteln und in liebevoller Atmosphäre bei den     Gastfamilien stärkt die Kinder für die kommenden Monate.

 

    Auf der geographischen Karte im Museum der Kreisstadt Jelsk sind die unterschiedlichen     Strahlenbelastungen farblich, je nach Schweregrad, gekennzeichnet. Das Gebiet mit der     größten Strahlenbelastung hat den Umriß eines menschlichen Fußes: menschliche     Überheblichkeit, die folgenschwere Annahme, ein Atomkraftwerk "im Griff" zu haben, hat     hier eine grauenvolle Spur hinterlassen, unauslöschbar für viele, viele Jahre.

 

    Auch dank der Spendenbereitschaft unserer Gemeinde konnte dieses Jahr, zusätzlich zu den     Reisekosten der Kinder, auch ein guter Betrag auf unsere Reise mitgenommen werden, der     der Erneuerung der Toilettenanlagen in der Schule Pilstschik zugute kommt.

    Unsere kleine Gruppe von 4 Personen reiste am 7.0ktober mit der Belavia für eine Woche     von Frankfurt nach Minsk, von dort ging die Reise ca. 380 km ins südliche Belarus in den     Distrikt Gomel, genau in die Kleinstadt Jelsk und deren Umgebung.

 

    Der Empfang ist überströmend herzlich. Wir wohnen in Familien, die wir bereits jahrelang     kennen, auch durch die Kinder, die zu uns kommen und uns ans Herz gewachsen sind.

 

    Die örtliche Kolchose hat zum großen Teil veraltetes Gerät; der Boden, neben der     Verstrahlung, ist nicht sehr ertragreich. Die Beziehungen zu Russland sind wegen der     gestiegenen Öl- und Gaspreise angespannt. Sparen, sparen, ist die Devise. Ganz unten, in     den Dörfern, ist die Belastung am größten. Die Schule darf laut Präsidentenerlaß, noch nicht     geheizt werden; die Kinder lernen in Mantel und Schal.

    Zuhause wird erst nachmittags geheizt. Sparen, sparen.

 

    Mit großer Gelassenheit werden die Probleme des täglichen Lebens in Kauf genommen. Hier     in den Dörfern ist Armut an der Tagesordnung. Die alten Holzhäuser haben kein fließendes     Wasser - Brunnen und Pumpe am Haus - und werden mit Holz geheizt. Holz, von der     staatlichen Holzwirtschaft geliefert, ist teuer. Die wenigen neuen Häuser werden von der     Regierung erstellt und mühsam mit Krediten abbezahlt. Die Regierung möchte, dass jüngere     Familien sich hier ansiedeln, jedoch sind die Arbeitsperspektiven gering.

 

    An einem Tag ist verkürzter Unterricht: alle, auch die Lehrer und die Schulleiterin, haben die     Außenanlagen der Schule zu reinigen. Wie überhaupt das Lehrerkollektiv die Klassenzimmer,     die Treppen und Korridore selbst streicht - dies in den Sommerferien. Abordnung in die     Kolchose gibt es auch in der Erntezeit. Die Lehrer sind verpflichtet, unentgeltlich bei der     Kartoffel-, Zuckerrüben- und Mohrrübenernte zu helfen. Als Gegenleistung liefert die     Kolchose Gemüse und Kartoffeln für die Schulkantine.

 

    Ich besuche das Museum der Schule Remesy. Mit Sorgfalt und Fachkenntnis ist hier das     dörfliche Leben vor der Industrialisierung dargestellt. Die Kinder haben die Genealogie ihrer     Familien erarbeitet. Die Liste der Schüler/innen, die für besondere Schulleistungen     ausgezeichnet wurden, ist lang. Überdurchschnittlich vielen gelingt der Eintritt in eine     Fachschule oder die Universität.

    Die Geschichtslehrerin hat recherchiert über die Geschichte des Dorfes im 2. Weltkrieg, über     Untergrundkämpfer und Partisanen, die vom Sumpfwaldgebiet aus operieren. An der     Dorfbevölkerung, ausschließlich Frauen, Kinder, alten Menschen, wird grausame Rache geübt. Es     kommt zur Auslöschung ganzer Dörfer im Jelsk-Gebiet. Ein Dorfbewohner von Remesy, der zu den     Partisanen Verbindung hält, verliert seine schwangere Frau und kleine Tochter: sie werden ins     benachbarte Dorf verbracht und dort mit anderen Menschen in einer Scheune verbrannt. Ganze     Familien aus Remesy werden ausgelöscht. Am 5.6.1943 werden in Remesy 14 Frauen, Kinder und     alte Menschen in einem Haus zusammengetrieben und verbrannt. Insgesamt beklagte das Dorf     84 Todesopfer, darunter 24 Kinder.

    Eingedenk der Geschichte von Remesy sehe ich dieses Dorf mit wiederum anderen Augen. Trotz     allem, was erlitten wurde, werden wir herzlich aufgenommen, ist Vergebung spürbar. Spürbar     ist auch die Würde, mit der so vieles ertragen werden muß, die Herzlichkeit, die Bescheiden-     heit, die Freundlichkeit und Anteilnahme der Menschen untereinander, die Höflichkeit.

    Unsere Reise hat gezeigt: es ist eine tiefe Verbundenheit gewachsen.

 

 

Remesy in den Jahren des "Großen Vaterländischen Krieges".

 

Immer weiter zurück in die Geschichte gehen die heroischen Geschehnisse des "Großen

Vaterländischen Krieges": Über viele Ereignisse an der Front, den Kampf der Partisanen und des Untergrunds sind Erinnerungen, wissenschaftliche und literarische Arbeiten geschrieben und Filme

gedreht worden. Doch das Thema des Krieges beschäftigt uns noch immer. Historikern und

Forschern sind neue Dokumente und Materialien in öffentlichen und privaten Archiven zugänglich geworden, so dass es möglich ist, diese Zeit noch gründlicher und objektiver zu beleuchten. Eine

nicht geringe Bedeutung hat hier die Erforschung heimatkundlicher Materialien über die Zeit des

"Großen Vaterländischen Krieges", da es sich als Grundlage erweist für die Veröffentlichung umfangreicherer Schriften.

In diesem nicht sehr umfangreichen Bericht versuche ich, das Schicksal des Dorfes Remesy und

seiner Bewohner während der Kriegsjahre nachzuzeichnen. Die Kriegsgeschichte des Dorfes

erweist sich als ein Teilstück der Gesamtgeschichte unseres Landes.

Am 22. Juni 1941 begann der "Große Vaterländische Krieg" - der schwerste und härteste aller

Kriege, der je vom belarussischen Volk im Laufe seiner viele hundertjährigen Geschichte durchlebt

wurde. Der Beginn des Krieges wurde von den Dorfbewohnern als großes Unglück aufgefasst;

man wollte es zunächst nicht wahrhaben.

Am 22. Juni 1941 wurde die allgemeine Mobilmachung für Männer im Alter zwischen 23 und 36

Jahren verkündet. Im Dorfrat von Remesy fand am 23.6.1941 eine Versammlung statt, auf der alle Teilnehmer ihre feste Entschlossenheit bekundeten, gegen den Feind bis zum völligen Sieg zu

kämpfen.

In den ersten Kriegsjahren gingen ca.120 Männer aus Remesy an die Front. Zurück blieben

lediglich Frauen, Kinder und alte Menschen. Ende Juni/Anfang Juli entwickelten sich im

Pripjet-Sumpfwald harte Kämpfe zwischen den Truppen der Wehrmacht und der Roten Armee. Der

Kreis Jelsk wurde Frontgebiet. Trotz aller ihnen entgegen gesetzten Anstrengungen gelang es den gegnerischen Truppen, unsere Truppen nach Osten abzudrängen. In der 2. Augusthälfte 1941

besetzten deutsche Truppen das Dorf Remesy. Die Okkupation sollte 2 1/2 Jahre dauern. Für die friedliche Dorfbevölkerung war dies eine harte Zeit.

Die Deutschen brachten ihre "neue Ordnung" mit. Die faschistischen Eroberer verübten grausame Gewalttaten an den Dorfbewohnern; dabei verstießen sie gegen alle internationalen Rechtsnormen;

sie handelten so, als ob sie sich in ihrem eigenen Land befänden. In der Praxis waren die

Maßnahmen zur Errichtung der "neuen Ordnung" enthalten in den "Instruktionen" über die einzelnen besetzten Gebiete in der Direktive Nr. 21, erlassen am 13.3.1941. Das Programm zur

Massenvernichtung sowjetischer Staatsbürger, niedergelegt in einem Befehl des obersten Wehrmachtskommandos vom 16.9.1941 mit der Unterschrift des Generals Keitel, sah die besondere Beachtung "härtester Maßnahmen" im Kampf gegen Partisanen vor; diese Maßnahmen seien

weitgehend auch auf die Auslöschung der friedlichen zivilen Bevölkerung anzuwenden. Der "Plan"

wurde realisiert. Die in der Geschichte der Menschheit bis dahin nicht gekannte Grausamkeit der Faschisten brachte Elend und Leid in erster Linie über Kinder, Frauen und schwache,

alte Menschen.

Ganze Familien wurden ausgelöscht: Die Familie des B., die fliehen konnte, wurde gefasst; seine

Frau, sein Sohn Wassili, seine Töchter Maria, Nina und Tatjana wurden verbrannt. Getötet wurden

auch alte Menschen: Sie schonten auch die zum Teil erst drei und vier Jahre alten Kinder nicht.

Die 16 jährige Olga S. wurde vergewaltigt und ins Feuer geworfen.

Und die Verbrechen nahmen kein Ende. Keine Ordnung, keine Gesetze, keine Menschlichkeit. Mehr

als 100 Menschen aus Remesy wurden von den faschistischen Besatzern gefoltert, erschossen, verbrannt. Dies war die "neue Ordnung".

Nach der Okkupation der Sowjetunion durch die deutschen Truppen begann in vielen Verwaltungs- kreisen der Kampf der Bevölkerung gegen die Besatzung. Hauptrolle in diesem Kampf, der von der

ganzen Bevölkerung getragen wurde, spielte die Bewahrung der Heimat, der Heldenmut der

Partisanen und der Untergrundkämpfer - all jener Menschen, die die Faschisten zwar töten konnten,

nicht jedoch zu versklaven vermochten.

Hunderttausende Partisanen und Untergrundkämpfer und Millionen derjenigen, die die Reserve und

den Rückhalt der Kämpfer bildete - das war die Macht, die es den Truppen Hitlers unmöglich

machte, in vollem Ausmaß den "Generalplan Ost" zu verwirklichen, der die Auslöschung von

Millionen Menschen slawischer Volkszugehörigkeit vorsah.

Das belarussische Sumpfwaldgebiet war das Zentrum konzentrierter großer Partisanen-

kampfeinheiten. Sie entstanden in vielen Kreisgebieten. Organisator der Partisanenbewegung war

im Jelsker Gebiet das RKP. Noch vor dem Eintreffen der Deutschen wurden Basisgruppen aus den

Reihen der sowjetischen Parteiaktivisten gebildet; Männer rekrutiert, um die Partisanenbewegung

zu organisieren.

Nach den Plänen der Komsomolzen- und Parteiführung sollten die Parteiaktiven und Komsomolzen

den politischen Kern bilden, um den sich alle patriotischen Kräfte sammeln sollten, um dem Gegner unerträgliche Bedingungen entgegenzusetzen.

Auch aus Remesy gab es aktive Teilnehmer der Partisanenbewegung.

In Jelsk wurde von den Deutschen ein "Gebietskommissariat" gegründet, eine Polizeiverwaltung und

ein Schützenregiment stationiert. Um ihre Position im Kreis Jelsk zu festigen, richteten sich die

deutschen Garnisonen in den Dörfern ein und verstärkten ihre Streitkräfte für den Kampf gegen die Partisanen. Eine solche Garnison wurde auch in Remesy stationiert, eine der größten im Kreis.

Im Jahre 1942 verübte eine Partisanengruppe unter dem Kommando von U.A. Kosinzev einen Angriff

auf diese Garnison. Die Deutschen errichteten ebenso Garnisonen in Buinovitschi und Leltschizi. Da

jedoch normale Schienenwege fehlten, führte ihre Versorgung über eine Schmalspurlinie. Der Kampf

der Partisanen richtete sich gegen die feindlichen Kommunikationsverbindungen und -objekte.

Besondere Bedeutung wurde den Angriffen auf die Schienenwege beigemessen, mit dem Ziel, den Transport von Kampftruppen und technischem Material des Gegners zu unterbinden, ebenso den Transport geraubter Güter nach Deutschland. Ein solcher Anschlag wurde im September 1942 nicht

weit von Remesy verübt. Im Sommer sprengte eine Partisanengruppe einen deutschen ZU2:

zwischen Remesy und Sawodny Ostrov

Alle diese Anschläge destabilisierten die Aktivität des Feindes hinter der Front, banden seine Kräfte

und rückten den Sieg näher.

Im Herbst 1942 kamen slowakische Einheiten in die Garnisonen. Bald kam auch das101. slowakische Regiment, welches von den Deutschen als "hoffnungslos" bezeichnet wurde. Die Slowaken stellten Kontakte zur zivilen Bevölkerung sowie zu den Partisanen her. Der Stabschef des slowakischen Regimentes war Jan Nalepka. Den Slowaken gelang es bald, mit den Jelsker Partisanen Verbindung aufzunehmen. Zu ihnen liefen viele Slowaken über. Die Dorfbewohner von Remesy halfen den

Slowaken, die Kontakte zu den Partisanen zu organisieren. Zu den Partisanen liefen nicht nur

einfache Soldaten, sondern auch Offiziere über. Es war deutlich, dass die Slowaken, die die

Deutschen hassten, Annäherung suchten und einen guten Zugang zur Zivilbevölkerung fanden.

Jan Nalepka suchte einen großen Partisanenverband, dem er das gesamte 101. Regiment

angliedern konnte. Und diese Gelegenheit ergab sich bald.

Der Untergrundkämpfer Sodolski organisierte ein Treffen zwischen Jan Nalepka und dem

Kommandanten der ukrainischen Partisaneneinheit, Generalmajor Saburov in Remesy. Man kam

überein, die Verbindung zu unterstützen. Jan Nalepka informierte die Partisanen ständig über die

Pläne der Deutschen und trug damit dazu bei, dass rechtzeitig darauf reagiert werden konnte.

Bald beschloß Jan Nalepka, ganz zu den Partisanen überzulaufen. Die Bevölkerung half den Untergrundkämpfern mit Kleidung, Schuhen, Lebensmitteln. Die Tätigkeit der Partisanen sorgte für beträchtliche Unruhe; um gegen die Aktivitäten der "Waldbanditen" - so wurden die Partisanen von

den deutschen Feinden genannt - vorzugehen, wurden Vergeltungsmaßnahmen durchgeführt.

Die Okkupanten organisierten eine regelrechte Jagd auf die Familien der Partisanen. 1942 löschten

sie das Dorf Skopodnaje aus; 1943 weitere Dörfer des Jelsker Kreises. In Remesy wurde als erstes

das Haus der Familie des Kommissars Zyk verbrannt; die Mutter wurde wie durch ein Wunder

gerettet. Der Bruder dieser Familie, Stepan, hielt Verbindung zu den Partisanen. Die Deutschen

rächten sich grausam an der Familie: Stepan, seine schwangere Frau Barbara, die kleine Tochter

Olga wurden gefasst und in das Nachbardorf Dwischki gebracht. Zusammen mit anderen

Bewohnern des Dorfes wurden sie in eine Scheune getrieben und verbrannt. Die älteste Tochter

Anna befand sich zu der Zeit bei ihrer Großmutter und blieb durch ein Wunder am Leben.

Am 5. Juni 1943 drang ein 300 Mann starkes Expeditionskorps in Remesy ein. Sie ergriffen

14 Frauen, Kinder und Alte, trieben sie in ein Haus und verbrannten sie.

Als Vergeltung für die Hilfe und Verbindung zu den Partisanen verbrannten die Deutschen weitere Bewohner von Remesy in einem einzigen Haus.

Während der faschistischen Okkupation kamen 84 Zivilpersonen aus Remesy ums Leben, davon

24 Kinder. Die mit dem Leben Davongekommenen flohen in die Wälder und kamen in Stroh- und

Erdhütten unter. Besonders hart war der Winter 1943/44 für die Alten und die Kinder. Es herrschte strenger Frost, und es lag tiefer Schnee; es fehlte an Lebensmitteln, Kleidung, Schuhen. Viele

wurden krank. Alle mussten sie diese schweren Kriegsjahre erdulden

Von Osten her nahte die Befreiung. Die endgültige Befreiung des Jelsker Gebietes von den

deutschen Besatzern erfolgte auf der Linie Kalinkowitschi-Mosyr durch die Offensive des linken

Flügels der belarussischen Front. Gegen Morgen des 9. Januar 1944 erreichten die Truppen Remesy, welches der Feind in einen starken Stützpunkt ausgebaut hatte: die Garnison umfaßte etwa zwei Bataillone Infanterie. In kurzer Zeit wurde der Feind mithilfe von Infanterie und Kavallerie aus

Remesy vertrieben. In diesem Kampf fügten die sowjetischen Soldaten den deutschen Truppen

schweren Schaden zu, erlitten aber auch selbst hohe Verluste. Bald darauf wurde auch Jelsk und Dwischki befreit.

 

So kam die langersehnte Freiheit. Bei der Befreiung von Remesy kamen 32 sowjetische Soldaten

ums Leben. Sie fanden ihre letzte Ruhestätte im Park von Remesy, wo 1966 ein Denkmal errichtet

wurde.  Wie viele Todesopfer forderte dieser Krieg!!!

Allein aus Remesy kamen 85 Soldaten von der Front nicht mehr zurück, davon 32 Gefallene und

53 Vermisste.

Und das Furchtbarste: die Faschisten töteten friedliche Bürger, unschuldige Frauen,

alte Menschen und Kinder.

Die Tragödie von Remesy ist gleichermaßen die Tragödie tausender belarussischer Dörfer.

 

Und das Elend hatte noch kein Ende. Es begann der Wiederaufbau der durch den Krieg zerstörten

Häuser. Wie schwer war diese Zeit für unser Dorf!!! Die Deutschen hatten mehr als 150 Häuser abgebrannt, dazu in der Kolchose den Lagerraum, den Kuh- und Schweinestall und den Getreidelagerraum. Zerstört waren auch die öffentlichen Gebäude: Schule, Versammlungsraum,

Post, medizinische Betreuungsstelle, Forstamt, und die Bäckerei. Getötet war auch eine grosse

Anzahl Vieh aus dem Privateigentum der Kolchosenarbeiter.

Und dort, wo jetzt durch fleißige Hände neue Häuser entstanden sind, gab es im Jahr 1944, zum Zeitpunkt der Befreiung, nur Trümmer und Ruinen. Alles war geplündert, vernichtet, verbrannt im

Feuer des Krieges. Eine große Last beim Wiederaufbau trugen die Frauen.

 

Ludmilla Troschko

Gymnasiallehrerin für Geschichte und belarussische Literatur Schule Remesy

Übersetzung: Jutta Roth

Literatur und Quellenangaben (Auszug) Chronik des Dorfes Remesy

Nationale Partisanenbewegung in Belarus in den Jahren des "Großen Vaterländischen Krieges" 1967

Saburov, A.N. Hinter der Front 1961

ZYK, O.D. Aus den Lebenserinnerungen